Sommerliche Schatten sind tragende Formen, nicht bloß Füllung. Baue sie als zusammenhängende Silhouetten, die Volumen beschreiben und Blickwege lenken. Ein Hauch Alizarin im kühlen Blau lässt Schatten atmen, während abgedunkeltes Grün zur Masse verschmilzt. Reflektiertes Licht vom Boden hellt Unterseiten der Blätter subtil auf. Kanten dürfen hart gegen den scharfen Mittag sein, doch setze gezielte weiche Übergänge an Übergangszonen für optische Glaubwürdigkeit.
Kein einziges Grün genügt. Mischtöne aus Gelb und Blau variieren, mit Ocker und Umbra gebrochen, schaffen lebendige Vielfalt. Warme Highlights nahe der Sonne, kühlere Partien im Tiefenraum. Lass einzelne Blätter nur andeuten, während Massen dominieren. Ergänze Akzente mit komplementärem Rot in Stammnähe für Farbspannung. Leichte Granulation mancher Pigmente verleiht haptische Fülle. So bleibt die Krone reich, doch nie schrill.
Sommerhitze wirkt in flirrenden Horizonten, aufgehellten Fernwerten und funkelnden Blattspitzen. Breche Kontraste sanft in der Ferne, hebe Kontraste im Fokuspunkt. Ein warmer Glaze über sonnigen Partien addiert Glut, während kühle Schatten Ruhe spenden. Streue winzige, unregelmäßige Lichtlöcher, als ob Sonnenpunkte durch Blätter tanzen. Ein knapper, trockener Strich entlang der Rinde fängt spröde Sommergeräusche ein.